Die Serie ‚intimate plastic’ zeigt Momentaufnahmen einer Beziehung anhand der Plastikobjekte der jeweiligen Situationen, sei es vom ersten Kuss oder dem ersten Streit. Da ein Plastikstrohhalm etwa 200 Jahre benötigt um sich aufzulösen, werden die Gegenstände des ersten Dates trotzdem dann noch existieren, wenn das besagte Paar und ihre eventuellen Kinder bereits nicht mehr leben. Die Dichotomie eines kurzen Augenblickes zwischen zwei Liebenden im Vergleich zur irrsinnig langen Haltbarkeit eines simplen Einwegartikels bildet den Grundstein der Serie. In einer Welt, in der sich mehr und mehr in digitalen Sphären abspielt, gibt es gleichzeitig immer seltener physische Dinge, die einen Bezug zu wichtigen Ereignissen haben. Statt Souvenirs gibt es Selfies aus dem Urlaub und statt Briefen einfach Screenshots von Konversationen. Es stellen sich die Fragen: Sind greifbare Erinnerungsstücke heutzutage wertlos? Erlebt man Nostalgie künftig nur noch über Bildschirme?

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